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Wir freuen uns, wenn aus den auf unserer Webseite publizierten Texten zitiert wird. Wir bitten Sie, die Namen der Autoren und Autorinnen zu nennen sowie genaue Quellenangaben zu machen (Name, Titel, www.heimatschutzstadtzh.ch/ Themen, Datum). Die Verwendung zu kommerziellen Zwecken ist untersagt.

Öffentliche Beleuchtung und Plan Lumière der Stadt Zürich

Die Stadt Zürich steht ganz an der Spitze in der Anwendung neuer Technologien, um eine umweltverträgliche Beleuchtung von Strassen, Wegen und Gebäuden zu erreichen. Die neuen LED Lampen haben weniger Lux und verbrauchen folglich weniger Strom. erzielen trotzdem aber ein besseres Resultat als die vorherige Generation von Strassenlampen. Die Bilder der Präsentation demonstrieren das eindrücklich; das erste Bild zeigt jeweils die alte Strassenbeleuchtung mit orangen Licht, das zweite die Beleuchtung mit LED Lampen. Die ersten "intelligenten" Strassenlampen wurden bereits an der Furttalstrasse installiert; sie leuchten heller, wenn ein Auto oder ein Fussgänger sich nähert, und dunkeln ab bis auf eine Restbeleuchtung, wenn Fahrzeugoder Mensch vorbei sind und die Beleuchtung von Fahrbahn oder Weg nicht mehr nötig sind. Streulicht in den Nachthimmel oder ins Wasser kann neu vermieden werden, so dass z.B. der Mühlesteg von weitem unbeleuchtet erscheint. Dass die Gehfläche gut beleuchtet ist, sieht man erst, wenn man den Steg betritt. Fraumünster und St. Peter werden bereits jetzt so angestrahlt, dass die Konturen der Kirchen mit Schablonen ausgeschnitten sind und exakt nur die Gebäudefassaden angestrahlt werden. Das Grossmünster wird noch in der herkömmlichen Art beleuchtet. Bei genauem Hinsehen sieht man das Licht, das in den Nachthimmel abstrahlt, auch auf den Bildern. 

Die an der Veranstaltung des ZVH vom November 2016 – welche Ende März 2017 wiederholt wurde – gezeigte Präsentation kann hier herunter geladen werden. Wir danken Herrn Girsperger vom ewz, der sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. 

Download Präsentation

Kinoarchitektur in Zürich

Von den vielen Kinos, die es noch in den 1950er Jahren in Zürich gab, ist kaum eines noch heute in Betrieb. Ausser dem Kino Uto, dessen Interieur seit der Erbauungszeit kaum Veränderungen erfahren hat, sind die Kinosäle aus der Entstehungszeit des Kinos alle verschwunden, sei es, dass das Gebäude abgerissen wurde, sei es, dass der Betrieb eingestellt wurde. Die wenigen grossen Säle wurden zu Multiplexkinos umgebaut mit vielen kleinen Sälen, auf deren Gestaltung kaum Gewicht gelegt wird.  Deshalb setzt sich der Zürcher Heimatschutz auch für den Erhalt des Kinos Sternen in Oerlikon ein. Mit einer kurzen Einführung in die Kinoarchitektur verband Barbara Truog das Zeigen des Films über Varlins Atelier mit der Tätigkeit des Zürcher Heimatschutzes. Hier können die Präsentation und der Text heruntergeladen werden.

Präsentation als PDF und Text

Qualitätvolles Weiterbauen am Baudenkmal

Das Thema "Weiterbauen am Baudenkmal" ist allgegenwärtig. Denn unbebautes Bauland ist rar geworden; Bauen im Bestand und Weiterbauen von bestehenden Gebäuden wird deshalb zur Regel. Weiterbauen ist zudem so alt wie die Architektur selbst. Die Menschen haben seit jeher die von ihnen erstellten Gebäude an erweiterte oder geänderte Nutzungsbedürfnisse angepasst. In der Arbeit werden zwei Bereiche im Bereich der Architektur angesprochen, die auf den ersten Blick wenig gemein haben ausser der Tatsache, dass es um Bauten geht. Auf der einen Seite steht "Weiterbauen" für das Schöpfen von Neuem, Kreativität pur - im Rahmen von Bauvorschriften. Auf der anderen Seite ist das Baudenkmal Sinnbild für das "Bewahren" von Überliefertem, vom Einfrieren eines gebauten Zustandes. So wird der bestehende Bau oft als Einschränkung der Kreativität von Bauherr und Architekt und als Hindernis beim Erreichen moderner Wohn-, Arbeits- und Lebensformen angesehen. Dass dem nicht so sein muss, zeigt die Masterarbeit auf. Es wird der Frage nachgegangen, wie der Spagat gelingen kann, denn oft sind das Weiterbauen und eine Nutzungsänderung der einzige Weg, ein Baudenkmal ins Heute zu retten. Eine gründliche Analyse nicht nur der Baute selbst, sondern auch der Baugeschichte sind ein Muss, um ein gutes Resultat zu erreichen. Die Autorin versucht zudem erstmals, Qualitätskriterien für den Planungsprozess und Anforderungen an die neuen Bauten oder die Neubauteile auszuformulieren.

Barbara Truog, Qualitätvolles Weiterbauen am Baudenkmal anhand von vier aktuellen Beispielen aus der Stadt Zürich und dem Kanton Schaffhausen, Schlotterbeck-Areal. Einkaufszentrum Witikon, Projekt 'Quai Zurich', Bergtrotte Osterfingen, Masterthesis MAS gta ETHZ, Juli 2016

Die Masterarbeit kann hier heruntergeladen werden (ca. 15 MB).

DER WETTBEWERB GROSS-ZÜRICH - Ideen neuzeitlichen Städtebaus im Zürich der 1910er Jahre

Angesichts der nun endlich öffentlich geführten Diskussion zur Neugestaltung des Hochschulquartiers, die durch die Ausbaupläne des Universitätsspitals USZ, der Universität UZH und der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH angestossen wurde, ist ein Blick zurück in die städteplanerische Vergangenheit Zürich’s interessant. Den aktuellen Ausbauplänen der drei Institutionen, die Anlass zu einer Anpassung des kantonalen Richtplans geben, wird vorgeworfen, dass eine städtebauliche Vision fehle und keinerlei Überlegungen zum Städtebau im Vorfeld der konkreten Planung stattgefunden habe. Ganz anders vor 100 Jahren. Wie in anderen grossen Städten Europas sollte ein internationaler Wettbewerb für einen Bebauungsplan der Stadt Zürich und der Vororte nicht nur Vorschläge zum Bau von Strassenzügen und zum Planen von Parzellengrössen bringen, sondern die Gesundheit der Bevölkerung, die Schönheit des Stadtbildes und eine geregelte Entwicklung der Stadtstruktur wurden ebenso schwer gewichtet wie Verkehr und mögliche Dimensionen der Bauten. Wie Städtebau in Zürich vor 100 Jahren an die Hand genommen wurde und wie der Lindenhof, der Theater- oder Bürkliplatz hätten aussehen können, zeigt die freundlicherweise dem SZH für eine Veröffentlichung frei gegebene Wahlfacharbeit von Deborah Fehlmann und David Brunner am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur gta, Professur für Geschichte des Städtebaus von Vittorio Magnago Lampugnani vom Mai 2013.

Schipfe - Stadthausgruppe, Wettbewerb Gross Zürich, Projekt: Arch. Rittmeyer&Furrer und Arch. Zöllig. Aus der Publikation Ma 3, Seite 47 Repro BAZ (47243)

DIE BAROCKEN GÄRTEN DES STOCKARGUTES UND DES PALAIS RECHBERG

Präsentation von Petra Schröder, Landschaftsarchitektin und Gutachterin im Rahmen der Generalversammlung vom 21.5.2016.

Hier geht es zur Präsentation

DAS KINO STERNEN OERLIKON – ein wichtiger Bau des Architekten Werner Stücheli
ZVH Medienmitteilung vom 14.01.2016

Nicht nur Prunkbauten wie Kirchen, Rathäuser und Paläste sind Zeugen unserer Kultur. Ähnlich wie sich die Geschichtsforschung von der Ereignisgeschichte der Erforschung der Alltagsgeschichte zugewendet hat, so haben sich die Schutzbestrebungen der letzten Jahre auf den Erhalt von unspektakulären Objekten und Industrie- und Gewerbebauten verlagert, welche Zeugnis der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsgeschichte unserer Gesellschaft ablegen. Bauten sind die sichtbar gewordene Geschichte; ihr Abriss ist mehr als das Niederlegen von Mauern. Es bedeutet Geschichtsnegierung, das Zerstören von Kulturgut. Dies ist umso bedauerlicher, wenn es zudem auch um einen bedeutenden Bau im Werkkatalog eines wichtigen zeitgenössischen Architekten handelt. Werner Stücheli (1916-1983) zählt zu den erfolgreichsten Architekten der Nachkriegszeit in Zürich, der für sehr viele seiner Bauten die Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich erhielt. Seine Bauten zeugen von der Auseinandersetzung mit der alltäglichen Realität, was auch der Kinobau in Oerlikon belegt. Er suchte nicht das Spektakuläre, sondern das Besondere, das sich nicht auf den ersten Blick erschliesst. Das Kino Sternen in Oerlikon nimmt einen wichtigen Platz in seinem Oeuvre ein und wird ausdrücklich in der ihm gewidmeten Publikation des Instituts für Geschichte und Theorie der ETH erwähnt. Das 1949/50 erbaute Kino Sternen ist ein typischer Vertreter der Architektur der 1950er Jahre. Der Bau ist von hoher architektonischer Qualität und weist einige bauliche Besonderheiten aus. Deshalb hat der Zürcher Heimatschutz sich nun mit einem Rekurs gegen den Entscheid des Baurekursgerichts und die darauf publizierte Inventarentlassung an das Verwaltungsgericht gewendet.

DAS AUQUARTIER - DIE VERGESSENE VIERTE SIEDLUNG DES AKTIENBAUVEREINS ZÜRICH

Barbara Truog hat sich im Rahmen ihres ETH-Studiums (MAS Geschichte und Theorie der Architektur) mit der Geschichte des Auquartiers in Zürich auseinandergesetzt.
Angeregt durch die Forschungsarbeit zu Hans Bernoulli’s Arbeiten und Wirken
im Wohnungs- und Siedlungsbau für die Arbeiterschaft tauchte die Frage auf,
wo im historischen und städtebaulichen Kontext und Diskurs die viel früher entstandenen Siedlungen des Aktienbauvereins Zürich zu verorten sind. Um deren Schutz bemühte sich der Stadtzürcher Heimatschutz wiederholt seit 2011.

> Truog, Barbara: Das Auquartier - Die vergessene vierte Siedlung des Aktienbauvereins Zürich, Semesterarbeit WS 2014, ETH Zürich, Institut gta,  MAS Geschichte und Theorie der Architektur.

Der „Wollishofer Riegel“

Zur Bedrohungslage der Stadt im Zweiten Weltkrieg

Mit Unbehagen schauen wir zurück auf die Lage Zürichs im  Zweiten  Welt- krieg. Auf einen Angriff der Wehrmacht hätte die  Schweizer  Armee  mit  einem Stellungskrieg in der Stadt reagiert. Zürich blieb vom Grauen Stalingrads verschont. Die Spuren der Wollishofer Wehranlage verschwinden  langsam, sie sind aber ein bedeutendes, wenn auch unbequemes Zeugnis dieser Zeit.

> Tobias Sigrist, Historiker und Vorstandsmitglied Zürcher Heimatschutz: Der Wollishofer Riegel. (Dieser Text ist im Zusammenhang mit Recherchen für den Artikel „Die Verstädterung des Seeufers — zur Siedlungsgeschichte
des Gebiets „Im Kloster“ entstanden, in: Neujahrsblatt
2015 des Stadtzürcher Heimatschutzes.)

ES WAR EINMAL....EIN WIRTSHAUS IN WITIKON

Eine Recherche von Bruno Müller-­Hiestand, Architekt SWB zum Anlass der Europäischen Tage des Denkmals 2014 mit dem Thema „zu Tisch/ a table/ a tavola“.

> Müller-Hiestand, Bruno, Architekt SWB: Es war einmal....ein Wirtshaus in Witikon, Europäische Tage des Denkmals 2014.

Was ist Heimat?

Raphael Fuhrer, Studierender an der ETH, hat sich mit dem Thema kontrovers auseinandergesetzt. Barbara Truog wurde von ihm zu ihrem Heimatverständnis als Präsidentin des Stadtzürcher Heimatschutzes befragt. Ist Heimat die Zugehörigkeit zu einer Nation? Oder dort, wo man geboren wurde? Vielleicht wo man sich wohl und in einer Gemeinschaft aufgehoben fühlt? Oder wo einem das Ortsbild vertraut ist? Der Artikel gibt Anstoss zum Nachdenken darüber, was man unter Heimat verstehen kann.